MPU Verjährung: Kann die MPU-Anordnung verjähren?

14 Mai

Zu viele Punkte in Flensburg, Alkohol am Steuer, Fahren unter dem Einfluss von Drogen – das können Gründe für den Entzug der Fahrerlaubnis und die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (kurz: MPU) sein. Betroffene fragen sich häufig: Gibt es so etwas wie eine Verjährungsfrist bei der MPU-Anordnung? Kann man seine Fahrerlaubnis auch legal nach ein paar Jahren ohne MPU zurückbekommen?

Keine Verjährung – stattdessen eine Tilgungsfrist

Die MPU-Anordnung selbst verjährt nicht. Die MPU wird angeordnet, damit der Betroffene den Beweis seiner Fahreignung erbringen kann und auf dieser Grundlage den Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis stellen kann. Die MPU-Anordnung selbst verjährt nicht. Stattdessen können Betroffene auf die Tilgungsfrist setzen. Nach §29 Absatz 1 des Straßenverkehrsgesetzes gelten nämlich alle Vergehen im Straßenverkehr nach 10 15 Jahren als getilgt. Das heißt, dass sämtliche Verstöße und Vergehen aus der Akte des Betroffenen „gelöscht“ werden müssen und nicht mehr zur Beurteilung des Kraftfahrer gewertet werden dürfen.

Hier ergibt sich für den Betroffenen ein Vorteil: Diese Vergehen können dem Kraftfahrer von der Fahrerlaubnisbehörde dann nicht mehr angelastet werden, auch nicht bei einem Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Der Grund der damals angeordneten MPU – also das MPU-würdige Vergehen – ist dann schlichtweg verschwunden, deshalb besteht auch kein Grund mehr, immer noch eine MPU zu fordern.

Also ja, man kann die MPU durch Warten umgehen und danach legal seinen Führerschein zurückbekommen. Da es keine Pflicht gibt, eine MPU zu machen, können Betroffene einfach keinen neuen Führerschein beantragen, keine MPU machen und „einfach“ abwarten.

10 oder 15 Jahre warten bis zur Verjährung der MPU?

Wie lange gewartet werden muss, bis die MPU-Verjährung eintritt, ist für Betroffene durch die komplizierten, juristischen Formulierungen der Ämter und Behörden nicht immer ganz klar. Deshalb liest man im Internet auch mal von 10 Jahren und mal von 15 Jahren.

Wichtig für Sie zu wissen: Die 10-jährige Tilgungsfrist beginnt erst nach dem Ablauf von 5 Jahren nach der letzten Auffälligkeit im Straßenverkehr zu laufen. Das heißt, erst im 6. Jahr nach dem aktuellen Eintrag in Ihrer Akte beginnt die Tilgungsfrist. Diese Frist dauert 10 Jahre. Insgesamt sind es im kürzesten Fall also 15 Jahre, bis die MPU-Anordnung verjährt.

Nach diesen 15 Jahren ohne Auffälligkeit kann der Betroffene seinen Führerschein neu beantragen und erhält diesen von der Führerscheinbehörde, auch wenn diese den Führerschein ein paar Jahre zuvor nur gegen Vorlage einer positiven MPU-Bescheinigung ausgestellt hätte.

Warten auf die Verjährung der MPU: Nachteile und Risiken

MPU Verjährung nicht abwarten, sondern Fahrerlaubnis neu erwerben.Wer warten will, bis seine MPU verjährt ist, um die Untersuchung zu umgehen, muss einige Nachteile und Risiken in Kauf nehmen. Als schlimmsten Nachteil empfinden vermutlich die meisten Betroffenen allein die lange Wartezeit ohne selbst Motorrad, PKW oder LKW fahren zu dürfen. Das ist eine sehr lange Zeit, in der Betroffene einen großen Anteil an Autonomie aufgeben müssen. Insbesondere für Berufskraftfahrer ist das ein großes Problem, da sie zur Ausübung ihres Berufes auf den FS angewiesen sind. Doch es gibt noch mehr Nachteile, Probleme und Risiken:

Erwischt man den Wartenden bei neuen Auffälligkeiten im Straßenverkehr, beginnt die 5-jährige Frist jeweils wieder von vorne zu laufen. Im Anschluss läuft die 10-jährige Tilgungsfrist für die MPU-Verjährung, bei der ebenfalls keine Auffälligkeiten im Straßenverkehr auftreten dürfen, andernfalls beginnt erneut die 5-jährige Frist zu laufen usw.

Zu Auffälligkeiten im Straßenverkehr zählt zum Beispiel Fahren ohne Führerschein. Aber auch als Fußgänger oder Radfahrer kann man sich etwas zu Schulden kommen lassen, beispielsweise bei Rot über eine Fußgängerampel gehen oder unter Alkohol- oder Drogeneinfluss Fahrrad fahren. Bereits ab 0,3 Promille kann man schon belangt werden, wenn man auffällig mit dem Rad fährt oder einen Unfall verursacht. Durch unbedachtes Handeln riskiert man schnell, dass selbst kleine Probleme die Frist wieder verlängern.

Wichtig außerdem: In der gesamten Wartezeit darf der Betroffene jedoch keine MPU beantragen(!) oder durchführen lassen, einen Antrag auf Neuerteilung seines FS stellen oder eine andere Führerscheinklasse beantragen. Hierdurch verlängert sich jeweils die 10-jährige Tilgungsfrist!

Und es entsteht eine jeweilige Einzelentscheidungs Kraft seitens der Fahrerlaubnisbehörde

Noch ein Nachteil: Nach den mindestens 15 Jahren ohne Fahrpraxis kann die Führerscheinstelle eine erneute Fahrprüfung verlangen, da der Kandidat in der Zeit seine theoretischen und praktischen Fachkenntnisse vergessen haben könnte.

MPU umgehen ohne Risiken und jahrelanges Warten – einfach mit dem EU-Führerschein!

Ganz einfach die MPU umgehen ohne die Verjährung abwarten zu müssen.Wer nicht jahrelang warten möchte, bis seine MPU verjährt ist, kann die MPU aber auch auf anderem Wege legal und in einer sehr kurzen Zeitspanne umgehen. Auch die Probleme, die beim Warten auf die Verjährung riskiert werden, entfallen hierbei: Mithilfe der EU-Führerschein-Agentur können Sie die lästige und teure MPU umgehen, indem Sie den EU-Führerschein in den EU-Mitgliedsstaaten Polen, Tschechien oder Ungarn erwerben – und zwar schnell, günstig und legal. So sind Sie schon bald wieder mit einer gültigen Fahrlizenz auf Deutschlands Straßen unterwegs. Kontaktieren Sie uns jetzt über Ihre Möglichkeiten damit Sie nicht auf die MPU-Verjährung warten müssen!